Kurz gesagt: Ein KI-Chatbot verursacht zwei Arten von Kosten, einmalig für die Einrichtung und dann jeden Monat für die Nutzung des Sprachmodells. Unser KI-Assistent, der Fragen aus Ihren Dokumenten beantwortet, kostet einmalig 1.500–4.000 € netto (1.785–4.760 € inkl. 19 % USt.). Die Nutzung rechnet der KI-Anbieter über Ihr eigenes Konto ab; wir schätzen sie auf etwa 50–200 € pro Monat. Die Agentur snutig nennt in einer Kostenübersicht vom Juni 2026 für individuell entwickelte KI-Chatbots je nach Art und Umfang Projektkosten vom mittleren vierstelligen bis in den sechsstelligen Bereich [1]. Hier sehen Sie, wovon die Kosten abhängen, was seit August 2026 Pflicht ist und wie Sie die laufenden Kosten begrenzen.

Welche Art von Chatbot?

Unter „Chatbot“ laufen sehr verschiedene Dinge. Eine Übersicht der Agentur snutig unterscheidet vier Arten; drei davon arbeiten mit KI. Projektkosten, laufende Kosten und Zeit bis zum Start laut Quelle [1]:

ArtProjektkostenLaufendBis zum Start
KI-FAQ-Chatbot: versteht freie Formulierungen und Zusammenhängemittlerer vierstelliger bis unterer fünfstelliger Bereich150–600 € pro Monat3–6 Wochen
Chatbot mit eigener Wissensbasis: antwortet aus Ihren Dokumenten und Datenmittlerer fünfstelliger Bereich400–1.500 € pro Monat6–10 Wochen
Chatbot mit Anbindung an CRM, ERP oder Ticketsystemoberer vierstelliger bis sechsstelliger Bereich800–3.000 € pro Monat3–5 Monate

Laufende Kosten können Nutzung, Hosting, Lizenzen und Betreuung umfassen. Vergleichen Sie deshalb Umfang mit Umfang: Wie viele Dokumente, welche Anbindungen, wie viele Sprachen, wer pflegt die Wissensbasis? Die Spannen liefern Hintergrund; aus ihnen folgt keine Zusage zum Aufwand oder Preis Ihres Projekts.

Einrichtung: was einmalig kostet

Unser KI-Assistent / Chatbot beantwortet Fragen aus Ihren Dokumenten auf Ihrer Website. Das Paket kostet 1.500–4.000 € netto (1.785–4.760 € inkl. 19 % USt.). Enthalten sind:

  • Wissensbasis aus Ihren Dokumenten (RAG)
  • Website-Widget mit KI-Kennzeichnung nach Art. 50 KI-Verordnung
  • Übergabe an E-Mail

Nicht enthalten:

  • Laufende Token-Kosten des KI-Anbieters (Ihr Konto, ca. 50–200 € pro Monat)
  • Anbindung an ERP/CRM (nach Aufwand)

Lieferzeit: 1–3 Wochen nach Eingang der Dokumente. Den Festpreis nennt das Angebot, sobald klar ist, welche Dokumente einfließen und was der Assistent beantworten soll.

Nutzung: wovon die Tokenkosten abhängen

Die Anbieter von Sprachmodellen rechnen nach Tokens ab, also nach der Menge an Text, die hinein- und herausgeht. Bei einem Chatbot mit Wissensbasis gehen bei jeder Frage auch die passenden Abschnitte aus Ihren Dokumenten mit. Die Kosten hängen deshalb vor allem von vier Dingen ab:

  • Zahl der Gespräche: Wie viele Besucher fragen etwas, und wie viele Nachrichten hat ein Gespräch?
  • Länge der Antworten: Kurze, sachliche Antworten kosten weniger als lange Erklärungen.
  • Mitgeschickter Kontext: Je mehr Dokumenttext pro Frage mitgeht, desto mehr Tokens.
  • Das Modell: Größere Modelle kosten je Token mehr als kleinere.

Je nach Zahl der Gespräche und Modell schätzen wir die Nutzung auf 50–200 € pro Monat. Die Rechnung kommt direkt vom KI-Anbieter, weil das Konto auf Sie läuft. So sehen Sie jeden Monat, was die Nutzung kostet, und behalten den Zugang, auch wenn Sie später den Dienstleister wechseln.

Betreuung und Aktualisierung der Wissensbasis

Ein Chatbot ist nur so aktuell wie seine Dokumente. Ändern sich Preise, Öffnungszeiten oder Abläufe, muss die Wissensbasis nachziehen. Einzelne Änderungen schätzen wir vorab und rechnen sie mit 85 € netto (101,15 € inkl. 19 % USt.) pro Stunde ab. Haben Sie regelmäßig Änderungen, passt ein Wartungspaket: Ab der Stufe Plus sind feste Stunden für Änderungen enthalten. Die Stufen und Preise stehen in der Preisliste unter Wartung und Weiterentwicklung.

Pflicht seit 2. August 2026: KI-Kennzeichnung

Seit dem 2. August 2026 gilt die Kennzeichnungspflicht aus Artikel 50 Absatz 1 der KI-Verordnung: KI-Systeme, die direkt mit Menschen interagieren, müssen so gestaltet sein, dass die Menschen erfahren, dass sie mit einem KI-System interagieren, es sei denn, das ist aus den Umständen offensichtlich. Die Information muss spätestens bei der ersten Interaktion klar und eindeutig erscheinen [2]. Unser Widget zeigt diesen Hinweis; er ist im Paket enthalten.

Dazu kommt der Datenschutz: Ein Chatbot verarbeitet, was Besucher eintippen. Das gehört in Ihre Datenschutzerklärung, und mit dem KI-Anbieter brauchen Sie in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Sollen personenbezogene oder vertrauliche Daten in die Wissensbasis, gehört das in die Anfrage; das Konzept nennt dann, ob vorher eine vertiefte Konzeptphase nötig ist, und deren Angebot. Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Baukasten oder eigener Assistent?

Chatbot-Baukästen und ein eigener Assistent lösen dasselbe Problem auf verschiedene Weise:

  • Baukasten im Abo: schnell eingerichtet, monatliche Gebühr beim Anbieter. Daten, Einstellungen und Gestaltung liegen beim Anbieter und richten sich nach dessen Produkt.
  • Eigener Assistent: einmalige Einrichtung, danach laufend vor allem die Nutzung über Ihr eigenes Konto; Änderungen nur, wenn Sie sie beauftragen. Die Wissensbasis kommt aus Ihren Dokumenten, das Widget sitzt auf Ihrer Website.

Für wenige, immer gleiche Fragen kann ein Baukasten genügen. Wer Antworten aus eigenen Dokumenten braucht und Konto, Wissensbasis und Gestaltung selbst in der Hand behalten möchte, für den passt ein eigener Assistent. Welche weiteren KI-Funktionen sich in eine App oder Website einbauen lassen, zeigt die Seite KI-App entwickeln lassen.

Checkliste vor der Anfrage

  • Zehn Fragen, die Ihre Kunden immer wieder stellen
  • Die Dokumente, aus denen die Antworten kommen (FAQ, Preislisten, Handbücher), und wie aktuell sie sind
  • Was der Assistent nicht beantworten soll, zum Beispiel individuelle Preise oder Rechtsfragen
  • Wer übernimmt, wenn er nicht weiterweiß, und an welche E-Mail-Adresse die Übergabe geht
  • Die Sprachen, in denen er antworten soll
  • Ob personenbezogene oder vertrauliche Inhalte dabei sind
  • Ein monatliches Budget für die Nutzung

Mit diesen Punkten können Sie Ihr Vorhaben direkt anfragen. Die Anfrage ist unverbindlich.

Häufige Fragen

Was kostet ein Chatbot pro Monat?

Bei unserem Assistenten vor allem die Nutzung des Sprachmodells, geschätzt 50–200 € pro Monat. Dazu kommen Änderungen an der Wissensbasis, wenn Sie welche beauftragen. Die Kostenübersicht von snutig nennt je nach Art 150 bis 3.000 € pro Monat, typisch 150 bis 1.500 €, ohne aufzuschlüsseln, was darin enthalten ist [1].

Wer zahlt die Tokenkosten?

Sie zahlen sie direkt beim KI-Anbieter über Ihr eigenes Konto. Die Tokenkosten sind nie Teil unseres Preises.

Lassen sich die Kosten begrenzen?

Ja. Unsere KI-Funktionen laufen mit Gemini von Google. Für die Gemini API können Sie im Google AI Studio auf der Seite „Spend“ eine monatliche Ausgabengrenze für Ihr Projekt festlegen („Monthly spend cap“); Google kennzeichnet diese Funktion derzeit als experimentell [3]. Ist die Grenze erreicht, sperrt Google weitere Anfragen dieses Projekts an die Gemini API, und der Chatbot antwortet erst wieder, wenn die Sperre von Hand aufgehoben wird [5]. Die Abrechnungsdaten kommen mit bis zu etwa zehn Minuten Verzögerung an; in dieser Zeit kann der Verbrauch die Grenze überschreiten, und die Überschreitung wird normal berechnet [3] [5]. Legen Sie die Grenze deshalb mit etwas Puffer fest. Ein Budget in Google Cloud, das nur Warnungen verschickt, begrenzt die Kosten dagegen nicht automatisch [4].

Was passiert, wenn der Chatbot keine Antwort weiß?

Er soll aus Ihren Dokumenten antworten. Findet er dort nichts Passendes, bietet er die Übergabe an Sie per E-Mail an. Ganz ausschließen lassen sich falsche Antworten bei Sprachmodellen nicht; deshalb gehören klare Grenzen in die Antwortregeln.

Quellen

  1. snutig (Sebastian Rabe), „KI-Chatbot für Unternehmen entwickeln lassen: Kosten, Ablauf und echte Beispiele“, 24. Juni 2026. snutig.de (öffnet in neuem Tab)
  2. Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Artikel 50 Absätze 1 und 5; Geltung ab 2. August 2026 nach Artikel 113. eur-lex.europa.eu (öffnet in neuem Tab)
  3. Google AI for Developers, Gemini API, „Billing“, Abschnitt „Spend caps“: Ausgabengrenze je Projekt im AI Studio (Spend, Monthly spend cap), als experimentell gekennzeichnet; Abrechnungsdaten mit bis zu etwa zehn Minuten Verzögerung, daher mögliche Überschreitung. Stand der Seite: 28. September 2026. ai.google.dev (öffnet in neuem Tab)
  4. Google Cloud, „Create, edit, or delete budgets and budget alerts“: Ein Budget nur mit Warnungen begrenzt Nutzung und Kosten nicht automatisch. Stand der Seite: 24. September 2026. docs.cloud.google.com (öffnet in neuem Tab)
  5. Google Cloud, „Manage spend cap budgets“ (Vorschau): Ist eine Ausgabengrenze erreicht, wird die Gemini API für das Projekt gesperrt, auch wenn die Grenze im AI Studio gesetzt wurde; die Sperre endet erst, wenn sie von Hand aufgehoben wird; Überschreitungen durch die Verzögerung werden normal berechnet. Stand der Seite: 24. September 2026. docs.cloud.google.com (öffnet in neuem Tab)

Quellenstand: 24. September 2026; Quellen 3 bis 5: 1. Oktober 2026. Preise und Regeln der Anbieter ändern sich; maßgeblich sind deren Angaben. Den Umfang und die Bedingungen unserer Angebote finden Sie in der Preisliste.