Der Entwicklungspreis und die späteren Betriebskosten beantworten unterschiedliche Fragen. Der eine bezahlt das vereinbarte Produkt. Die anderen hängen davon ab, welche Dienste es nutzt, wie viele Menschen es verwenden und wie viel Betreuung Sie benötigen. Planen Sie beides vor der Beauftragung.
Teilen Sie die Kosten in drei Gruppen
- Regelmäßige Grundkosten: zum Beispiel Domain, Hosting oder ein gebuchter Dienst. Entscheidend ist, welche Tarife für Ihr Produkt tatsächlich nötig sind.
- Nutzungsabhängige Kosten: zum Beispiel versendete Nachrichten, gespeicherte Dateien, Zahlungen oder Anfragen an einen KI-Dienst.
- Betreuung und Weiterentwicklung: vereinbarte Wartung, Unterstützung bei Problemen und später gewünschte Änderungen.
Nicht jedes Projekt braucht jede Kostenart. Eine kleine Informationswebsite hat andere Anforderungen als eine App mit Konten, vielen Bildern und einem KI-Assistenten. Fragen Sie deshalb nach den konkreten Diensten Ihres Vorhabens und nicht nach einem pauschalen monatlichen Betrag.
Was kostet eine Website monatlich?
Für eine Website, die wir bauen, laufen diese Posten auf Ihren eigenen Konten:
- Domain und E-Mail: ca. 10–25 € pro Monat, bei Ihrem Anbieter.
- Hosting: meist 0 € (Cloudflare Free) bis wenige Euro pro Monat, auf Ihrem Konto.
- Abos von Drittanbietern: zum Beispiel für Terminbuchung, Newsletter oder Shopify, direkt beim Anbieter.
- Wartung, freiwillig und monatlich kündbar: Basis 49 € netto (58,31 € inkl. 19 % USt.), Plus 99 € netto (117,81 € inkl. 19 % USt.), Pro 199 € netto (236,81 € inkl. 19 % USt.), jeweils pro Monat.
Eine statische Website ohne Datenbank und Plugins braucht weniger Pflege als ein System mit vielen Erweiterungen. Ganz ohne geht es nicht: Inhalte, Rechtstexte und technische Abhängigkeiten ändern sich. Ein Homepage-Baukasten verlagert diese Kosten in ein monatliches Abo; den Vergleich zeigt der Ratgeber Was kostet eine Website?
Was kostet eine App nach dem Start?
Bei einer App kommen zu Domain und Hosting weitere Posten hinzu, ebenfalls auf Ihren Konten:
- Store-Konten: Apple Developer Program 99 US-Dollar pro Jahr, Google Play Console 25 US-Dollar einmalig.
- Server und Datenbank: Apps mit Benutzerkonten, etwa unsere MVP-App mit Backend, brauchen einen Server und eine Datenbank. Die Kosten hängen vom Tarif und von der Nutzung ab. Eingesetzte Dienste und deren laufende Kosten nennen wir im Angebot.
- KI-Dienste: Ein eingebauter Assistent verursacht Token-Kosten beim KI-Anbieter. Für unseren KI-Assistenten rechnen wir mit ca. 50–200 € pro Monat. Wie Sie diese Kosten begrenzen, erklärt der Ratgeber Was kostet ein KI-Chatbot?
- Updates: Apple und Google bringen neue Betriebssysteme und ändern ihre Anforderungen. Die Anpassung daran ist bei Unternehmen kein Mangel der abgenommenen App, sondern eine neue Leistung. Wir schätzen sie vorab und setzen sie erst nach Ihrer Freigabe um. Für Verbraucher gelten zusätzlich die zwingenden gesetzlichen Regeln für digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB), etwa zu Aktualisierungen. Wenn eine Leistung davon abweichen soll, vereinbaren wir das ausdrücklich und gesondert im Angebot.
- Wartung und Weiterentwicklung: dieselben Wartungspakete wie bei Websites oder ein monatliches Stundenbudget, zum Beispiel 4 Stunden für 340 € netto (404,60 € inkl. 19 % USt.) pro Monat. Es wird nur für Punkte genutzt, die Sie freigeben, und ist monatlich kündbar.
Welche Gebühren und Fristen für die Veröffentlichung selbst gelten, steht im Ratgeber App veröffentlichen: Kosten.
Eine einfache Kostenübersicht reicht für den Anfang
Notieren Sie je Dienst: Anbieter, Kontoinhaber, Abrechnungszeitraum, Grundpreis, Nutzungspreis und enthaltenes Kontingent. Ergänzen Sie, welche Annahmen zugrunde liegen – etwa die Zahl aktiver Nutzer oder die durchschnittliche Anzahl von Nachrichten pro Monat.
Betrachten Sie mindestens zwei Fälle: die erwartete Nutzung am Anfang und eine deutlich höhere Nutzung. So wird sichtbar, welche Kosten mitwachsen. Budgethinweise, Nutzungsgrenzen oder eine bewusste Begrenzung teurer Funktionen können Teil der technischen Planung sein; welche Möglichkeiten es gibt, hängt vom jeweiligen Dienst ab.
Was soll Wartung konkret abdecken?
„Wartung inklusive“ hilft wenig, wenn niemand weiß, was damit gemeint ist. Klären Sie beispielsweise, ob technische Updates geprüft und eingespielt werden, ob Sicherungen eingerichtet sind und wer eine Störung zuerst bemerkt. Auch die Frage, wann und wie schnell jemand reagiert, gehört in eine konkrete Vereinbarung.
- Welche Teile der Anwendung und welche Dienste werden betreut?
- Wie werden Probleme gemeldet und priorisiert?
- Welche Arbeiten oder Zeitkontingente sind enthalten?
- Wie wird zusätzlicher Aufwand freigegeben?
- Wer prüft, ob eine Sicherung auch wiederhergestellt werden kann?
Unsere beschriebenen Preise und Betreuungsangebote geben eine Orientierung. Welche Betreuung zu Ihrem Projekt passt, wird anhand des tatsächlich vereinbarten Betriebs festgelegt.
Fehlerbehebung und neue Wünsche unterscheiden
Beschreiben Sie bei einem Problem zuerst, was laut vereinbartem Umfang passieren sollte und was tatsächlich passiert. Das hilft, einen Fehler einzuordnen. Eine neue Funktion oder die Unterstützung einer zusätzlich gewünschten Plattform verändert dagegen den Umfang.
Welche Ansprüche, Fristen und Leistungen für einen konkreten Fall gelten, richtet sich nach der jeweiligen Vereinbarung und dem anwendbaren Recht. Eine Wartungsplanung ersetzt diese Prüfung nicht. Für die Zusammenarbeit hilft eine klare Liste: gemeldete Probleme, vereinbarte Verbesserungen und Wünsche für später.
Diese Angaben verbessern schon die erste Anfrage
Schätzen Sie, wie viele Personen das Produkt anfangs nutzen, wie häufig sie es öffnen und welche Daten oder Inhalte entstehen. Sagen Sie auch, ob Sie die Pflege selbst übernehmen möchten oder laufende Unterstützung brauchen. „Noch unbekannt“ ist möglich – dann sollte das Konzept die Kostenannahmen und offenen Entscheidungen ausdrücklich nennen.