Kurz gesagt: Stundensätze für App-Entwicklung reichen von unter 30 Euro bei Offshore-Anbietern bis über 180 Euro bei großen Agenturen. Der Satz allein sagt wenig über den Preis Ihres Projekts – entscheidend ist, wie viele Stunden ein Anbieter für eine Funktion braucht und wie gut das Ergebnis danach zu pflegen ist. Hier erklären wir die Marktspannen mit Quellen, warum wir kleine Projekte lieber zum Festpreis anbieten, und was unser Stundensatz für Änderungen ist.
Warum die Spanne so groß ist
- Anbietertyp. Freelancer tragen keine Agenturkosten; Agenturen bezahlen Projektleitung, Vertrieb, Büro und Marge. Offshore-Teams sind günstig pro Stunde, verursachen aber Abstimmungs- und Nacharbeitsaufwand.
- Seniorität. Ein erfahrener Entwickler löst Probleme in einem Bruchteil der Zeit und vermeidet Fehler, die später teuer werden. Sein Satz ist höher, seine Stunden sind weniger.
- Werkzeuge. Wer Routinecode, Tests und Dokumentation an KI-Werkzeuge delegiert, braucht für dieselbe Funktion deutlich weniger Stunden – bei kleinen, neuen Projekten messen Studien bis zu 30–35 % Zeitersparnis, bei großen Bestandssystemen fast keine.
- Leistungsumfang. Ist Beratung enthalten? Projektsteuerung? Tests? Manche Anbieter rechnen jede Besprechung ab, andere nicht.
Marktübliche Stundensätze in Deutschland (Stand 21. September 2026)
| Anbieter | Stundensatz netto | Quelle |
|---|---|---|
| IT-Freelancer, Durchschnitt DACH | 101–103 € | [S2], [S3] |
| IT-Freelancer, Median Bayern | 90 € | [S2] |
| Web-Agenturen | 100–180 € | [S8] |
| App-Agenturen | 100–160 € | [S11] |
| Inhouse-Entwicklung in Deutschland | 120–150 € | [S10] |
| Anbieter aus Osteuropa | 40–80 € | [S11] |
Unser Modell: Festpreis zuerst, Stundensatz für den Rest
Für klar umrissene Projekte nennen wir keinen Stundensatz, sondern einen Festpreis mit „Enthalten“ und „Nicht enthalten“: eine Website ab 500 € netto (595 € inkl. 19 % USt.), eine App ab 1.000 € netto (1.190 € inkl. 19 % USt.). Sie wissen vorher, was Sie zahlen; wir tragen das Risiko der Schätzung. Nach Aufwand rechnen wir nur dort ab, wo ein Festpreis unseriös wäre:
| Leistung | netto | inkl. 19 % USt. | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Änderungen und Erweiterungen außerhalb eines Pakets | 85 €/h | 101,15 €/h | Abrechnung im 15-Minuten-Takt, vorab geschätzt |
| Arbeit an Bestandscode nach dem Audit | 75–95 €/h | 89,25–113,05 €/h | kein Festpreis vor dem Audit |
| Test und Qualitätssicherung als Einzelleistung | 60–80 €/h | 71,40–95,20 €/h | in Paketen bereits enthalten |
Unser Satz für Änderungen liegt mit 85 € netto (101,15 € inkl. 19 % USt.) unter dem Freelancer-Durchschnitt und deutlich unter Agentursätzen – nicht, weil wir an Qualität sparen, sondern weil ein Senior-Entwickler mit KI-Werkzeugen und ohne Overhead pro Stunde mehr schafft. Der eigentliche Unterschied steckt aber in der Stundenzahl: Was mit KI-Werkzeugen in zwei Stunden entsteht, kostet klassisch einen Tag. Eine erste Spanne für Ihr Vorhaben zeigt der Kostenrechner, unverbindlich und ohne Anfrage.
Wann welches Modell passt
Ein Festpreis passt, wenn der Umfang zählbar ist: Seiten, Bildschirme, Level, Plattformen, Integrationen. Deshalb sind unsere Pakete so beschrieben. Die Abrechnung nach Stunden passt, wenn sich Anforderungen im Projekt entwickeln, wenn Sie eine bestehende Anwendung anderer Entwickler weiterentwickeln lassen (bei uns erst nach einem Bestandscode-Audit) oder für einzelne Änderungen nach dem Launch. Dann schätzen wir vorab und liefern eine Aufstellung der Stunden je Aufgabe. Was beide Modelle rechtlich bedeuten (Werkvertrag, Dienstvertrag, Abnahme, Gewährleistung) und welche Risiken jede Seite trägt, steht im Ratgeber Festpreis oder Stundensatz?
Warum der niedrigste Satz selten der günstigste Preis ist
Rechnen Sie nicht mit dem Stundensatz, sondern mit dem Gesamtpreis für ein prüfbares Ergebnis. Drei Effekte verschieben das Bild:
- Stundenzahl. Ein erfahrener Entwickler braucht für dieselbe Funktion oft nur einen Bruchteil der Stunden – und trifft Architekturentscheidungen, die später Stunden sparen.
- Nacharbeit. Fehler, die erst nach dem Release auffallen, kosten ein Vielfaches. Tests und Code-Qualität sind keine Extras, sondern Versicherung – gerade bei KI-generiertem Code, von dem laut Veracode 45 % der Beispiele Sicherheitslücken enthalten, wenn niemand prüft.
- Pflegbarkeit. Code, den niemand außer dem Ersteller versteht, bindet Sie an einen Anbieter. Achten Sie darauf, dass Sie Quellcode, Dokumentation, Zugänge und ausdrückliche Nutzungsrechte bekommen.
Was KI-Werkzeuge verändern
Aktuelle KI-Modelle erstellen Entwürfe für Code, Tests und Dokumentation in Minuten. Das ändert nicht den Stundensatz eines erfahrenen Entwicklers – es ändert die Zahl der Stunden, die eine Funktion kostet, und bei kleinen Projekten ist der Effekt groß. Bei Appdevelz ist das der Grund, warum unsere Festpreise unter klassischen Agenturkalkulationen liegen. Wichtig bleibt, wer die Ergebnisse prüft: Jede Zeile Code wird von Samuel Rogers gelesen, getestet und verantwortet. Was das konkret heißt, steht unter Was KI bei uns macht – und was nicht.
Fünf Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten
- Was ist im Preis enthalten – und was steht ausdrücklich nicht drin?
- Wer arbeitet konkret an meinem Projekt, und wie erfahren ist diese Person?
- Bekomme ich einen Festpreis oder eine Schätzung – und was passiert bei Mehraufwand?
- Gehören mir Quellcode, Design-Dateien, Zugänge und Nutzungsrechte nach Bezahlung?
- Wie werden KI-Werkzeuge eingesetzt, und wer prüft das Ergebnis?
Unsere Antworten stehen auf dieser Website: unter Preise & Pakete und in den häufigen Fragen.